14.12.2008: Die Incas sind ein Haufen Wahnsinniger

Aber von vorne. Wie angekuendigt hab ich mich also vom 28.11. bis 2.12. nach Peru; sprich Cusco un Machu Picchu begeben. Und zwar mit dem us, 12 Stunden lang. War aber weniger anstrengend als zu vermuten gewesen waere, etwas unangenhem war nur, dass mir mein Rucksack mit meiner Brille (und einigem weiteren Kram drin) gestohlen wurde. An der Grenze, die wir zu Fuss und Formulare ausfuellend ueberqueren mussten. Da der Fahrer aber gesagt hatte: Lasst eure Sachen im Bus, ist sicherer, (was wir sonst nie gemacht ahetten), krieg ich vllt. (hoffentlich) wenigstens nen neuen Rucksack und ne neue Brille gezahlt. Nach Boli-Preisen. Stark, macht etwa 10 % des Werts aus.

Aber naja, das hat mir den Spass am Ausflug dann (erstmal) noch nicht verderben koennen. Nach der Ankunft sind wir dann sofort ins Hostal 'El Inca' (oho, da hat sich abe jemand was einfallen lassen. Zum Glueck heisst in Cusco nicht jede Currywurstbude 'Zum Inka'...) und haben uns niedergelegt. (Mit dabei waren uebrigens Charlotte, Ela, Rosario und eine Freundin von Svende. Svende selbst schlummerte bei ihrer frueheren Gastfamily.) Am naechsten Tag wurde dann erstmal (mit eeetwas Verspaetung) Cusco beugtachtet. Dabei gings in ne (fett mit Gold ausgestattete) Kirche und zu einem Kunsthandwerkmarkt. Fazit: Cusco ist schoen, stoerend is aber das das kunsthandwerk zwar typisch perunaisch ist, aber in La Paz genauso nur billiger zu haben ist. Ausserdem wird man auf der strasse dauernd angelabert ob man 'Massaasch' (=Massage) haben will. Natuerlich auf Englisch. Weil alle Gringos dumm sind, und kein Spanisch koennen. (Naja, die Touris hier vermitteln den Eindruck auch irgendwie...)

Ausserdem: Der Peruaner an sich bemaechtigt sich gern der Dinge anderer. So auch meiner Kamera. Dankeschoen. Wurde mir im restaurant aus der jackeninnentasche die zwischen dem Stuhl und der Wand eingeklemmt war gestohlen. Ich weiss echt nicht wie.

Das hat meine Stimmung dann zwar schon etwas zu nichte gemacht, aber abends gings dnn trotz allem nach Machu Picchu. Hingefahren sind wir mit dem Bus, nem etwas kleineren Bus und schlussendlich dann mit dem bekannten Zug. Uebernachtet wurde (leider nur bis 4 und erst ab 12) im Dorf 'Aguas Calientes' am Fuss des Machu Picchu-Berges. Am naechsten tag gings dann direkt mit dem Bus hoch.

Der Start der 'Expedition' war dann etwas ueberschattet. Zuerst mal war es so neblig, dass man in dem engen Tal den naechsten berg nicht gesehen hat... Dann waren wir oben, und hatten nur Dollar (weil im Prospekt ein Dollarpreis stand), mussten aber in Soles bezahlen... Und schlussnedlich mussten wir auch noch die nicht ausgeschilderte kasse suchen.

Wen juckts, nach den Strapazen gings dann rein, und der ersten Blick auf di Stadt im Nebel war zwar vom unteren rechten Rand, aber mit dem Nebel schon sehr beeindruckend. Wir sind dann trotz des nebels direkt auf den benachbarten Huayna Picchu (der Berg den man auf dem Standard-Foto rechts hinter der Stadt sieht). Das war die beste Entscheidung des tages. Zwar haben die incas stufen fuer leute mit 2 Meter langen beinen aber schuhgroesse 25 gebaut, aber der Aufstieg war durch den Nebel irgendwie mystisch. Und oben angekommen zu sein hat einen nach der Anstrengung (die fuer  uns 'Paceños' nicht so schwer war wie fuer die anderen Gringos) schon stolz gemacht.

Oben waren dann nur 20 Leute auf einer kleinen Plattform, da dank des nebels niemand hochwollte. Und wir mussten auch erstmal noch ne Weile in ne Nebelwand starren, bis irgendwann immer mehr der umliegenden Berge aus dem Nebel gestiegen sind. Und dann irgendwann die Stadt selber; zuerst nur nach und nach, dann komplett. ICh haette mir ehrlich gesagt nicht vorstellen koennen, dass das wirklich so schoen ist. ICh kann jedem nur raten alle zu ignorieren, die sagen Machu Picchu waer nicht so toll und viel zu touristisch. Ich hab in meinem Leben noch nichts beeindruckenderes gesehen.

Auch danach haben wir noch viel interessantes gesehen. Auf mich hat die Stadt auch irgendwie lebendig gewirkt. Und das, kombiniert mit der Lage der Stadt zwischen den dicht bewaldeten Bergen, hat das ganze Erlbenis richtig toll gemacht. Das konnten dann auch nicht die (zugegebenermasen nervigen) Massen von leuten nicht zerstoeren.

Unter ihnen waren uebrigens auch einige herren der argentinischen Luftwaffe. Die jenigen die spanisch koennen, werden an ihrem ausspruch: 'Anda a la concha peluda de tu hermana' erkennen, das man sich dort gerne etwas groeber ausdrueckt...

Das letzte Highlight der Reise (neben meinem Trikotkauf des Cusco-Vereins 'Cienciano') war dann die Entdeckung, dass es in Cusco einen Mecces nach deutschen Standards gibt (alle Fastfoodhasser moegen mir verzeihen...). Die Insider unter euch werden wissen, was mir das fuer eine Freude bereitet hat. Ich denke ich hab alle Rekorde an verschlungenen Kalorien gebrochen.

Ich hoffe sehr dass ich mich vor Weihnachten nochmal hier melden kann. Wenn nicht, dann wuensche ich allen die auch sonst nichts mehr von mir hoeren frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr.

Euer Joel Osment

(So seh ich jetzt (neuerdings wieder ohne Bart) naemlich wieder aus. Ich friere im Gesicht...) 

14.12.08 19:32

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