25.02.2009: Operation Wuestenspass

...wurde erfolgreich absolviert. Es ging von Freitag bis Dienstag ueber Oruro (Karneval) nach Uyuni (Wuesten, diverse) und zurueck nach la Paz.

 

Angefangen hat das Erzaehlens-Werte am Freitag, mit der Karnevalsparty der Fundación. Da wurde erstmal nach bolivanischem Brauch nicht mit Alkohol gespart. Unanagenehmerweise musste danach auch noch jedes projekt mit einer kurzen Tanzvorfuehrung aufwarten. Unsere stand unter dem Motto "Schneewittchen und die 7 Zwerge".

Wer jetzt schon erraten hat, was ich dargestellt habe, wird mit Freuden hoeren, dass ich trotz oben erwaehnter Traditionen meine Ballerinabewegungen noch mehr als beachtlich hinbekommen hab. Gewonnen haben wir trotzdem nicht, Geruechte machen die Runde, die jury waere nach den ersten dreien eingeschlafen und haette deswegen einfach genau diese gewaehlt...

 

Trotz dieser herben Enttaeuschung gings dann in der selben Nacht noch als gruppenaktivitaet mit (fast) allen Voluntaeren weiter nach Oruro. Oruro, bekannt als "Folklore-Hauptstadt Boliviens", hatte am Samstag den bekanntesten bolivianischen Karnevalsumzug zu bieten. Der war auch echt schick - obwohl der ein oder andere Voluntaer (ich natuerlich auf keinen Fall ueberhaupt gar nicht!) vom ausgiebigen Feiern etwas ermattet war. Die verschiedenen Taenze und Verkelidungen warens die Muehe aber allemal wert. Auch die ungefaher 1000 Wasserbomben die man in Begleitung von drei "gringas" ueber sich ergehen lassen musste.

Nach dem die meisten anderen dann am Samstag noch waehrend des Umzugs (der allerdings auch von 10 Uhr morgens bis 10 Uhr abends geht) abgereist sind, sind Daniel, Charlottes Freundin Carolin und ich noch auf der Tribuene geblieben, haben den Umzug weiterverfolgt und uns dann langsam gen Busterminal begeben, von wo aus wir weiter nach Uyuni gereist sind.

 

Auch in diesem Bus war mit Ausruhen nicht viel los, war ja mal wieder ne nachtfahrt. Die finde ich persoenlich zwar persoenlich sehr romantisch (auf eine voellig maennliche Weise!!!) , aber gerade von Oruro nach Uyuni konnte man den Vollgepackten Sternenhimmel ueber dem stockdunklen Altiplano nicht hundertprozentig geniessen - das mag vor allem daran liegen, dass es zwischen den besagten 2 Orten einfach keine Strasse gibt. Man rast einfach in uralten Bussen mit viel zu kleinen Sitzen 8 Stunden durch Steinwueste, die hin und wieder durch Schlammlachen unterbrochen wird. Zur Abwechslung bleibt der Bus dann auch manchmal stehen, und dubiose Busbegleiter fangen an irgendwelche Anweisungen zu geben, draussen irgendwas rumzuschaufeln und sich bei Gelegenheit auch noch am ein oder anderen Rucksack zu vergehen...

(Mag sein, dass ich etwas uebertreibe, aber im grossen und ganzen drueckt die Beschreibung schon die Irrwitzigkeit unserer fahrten aus...)

(Mir wurde uebrigens nichts gekalut und ich bin koerperlich unversehrt, also keine Panik, Anverwandte!)

(Ausserdem g'hert des in Bolivien so!)

 

Nach dem sich dann ungefaehr 5 der mitfahrer von den Erschuetterung ein Schaedeltrauma geholt haben und 3 weiteren das Trommelfell geplatzt ist (Ha! Ha!) waren wir um 6 (oder so) uhr morgens in Uyuni. Die Stadt an sich stelte sich als eher haesslich heraus, deswegen hopp hopp ins Reisebuero (vorgebucht war natuerlich nicht, aber naja, wie gesagt...: BOLIVIEN!). Nach geschicktem Taktieren und ausgekluegeltem ausspielen zweier reisebueros und ihrer preisangebote gegeneinander hatten wir ein 2 tagestour durch die Salzwueste und die umliegenden Landschaften zu anstaendigem Preis ergattert. Fuer mehr (z.B. die typische 3-Tages-Tour mit mehr Lagunen und dem Steinbaum war leider keine Zeit - Caro wollte weitereisen, wir muessen am morgigen Mittwoch wieder arbeiten). Begleitet wurden wir von 3 Spaniern und einer Bolivanierin.

NAchdem wir dann noch in einem etwas verweunderlichen Fitnessstudio im Bestiz eines ebenso wunderlichen Alterchens und unter den guten Ratschlaegen eines potenziellen Perversen geduscht hatten, ging um halb 11 mit unserer Tour los. Die erste Station war noch nicht soo spektakulaer. Im Prinzip gins darum, dass man Kunsthandwerk aus Salz kauft... Ha! Ich doch nicht, so ein Scheiss, die wollen uns doch alle nur verarschen...

 Einige Bolis aermer, davon aber im Bestiz diverser artifiziell aus weissen Mineralien hergestellten Dosen, ging es dann in Richtung des eigentlichen Salar de Uyuni weiter. Wenn man unserem Fahrer und Fuehrer Orlando Glauben schenken darf (ich deke man darf), war hier frueher ein Meer. Davon ist nach Erdverschiebungen jetzt aber auf 12500 Quadratkilometern (hat er so gesagt, ich schwoers!!!) nur noch eine bis zu 5 Meter dicke, wahnsinnig beeindruckende Salschicht uebrig. Mitten im Salar sieht man in alle Richtungen nur noch weiss, die umgebenden Berge scheinen ueber dem Boden zu schweben, die Wolken tuermen sich an den raendern auf, direkt uerb einem selber ist der Himmel makellos blau.

 ...war geil.

Danach gings dann noch zur "Fischinsel" (den eigentlichen Aymara Namen hab ich leider vergessen) noch innerhalb des Salars. Auch da nochmal: Tolle Aussicht, wunderschoene Fotomoeglichkeiten (auf Carso Fotoapparat, mal schauen wann die uns erreichen). In unserem jeep gings dann weiter in ein Dorf am rand des Salar, wo wir in einem Salzhotel uebernachteten. Hoehepunkte da: Vor allem das Gewitter mit den Abartigen blitzen um uns herum und die gute Unterhaltung mir unserer Reisegruppe (und mein vernichtender Sieg im Stadt-Land-Fluss!!! Harharhar!)

Wiederrum danach gings am naechsten tag weiter durch beeindruckend weite Wuestenlandschaften. Eine kleinere und weniger weise Salzweuste war dabei, die typische Altiplanosteppenlandschaft, verschiedene Sandwuesten, und eine Steinwueste. Auch das Fahren zwischen den einzelnen Stationen war keineswegs stoerend, sondern eher eine Gelegenheit, die landschaften immer aus neuen Winklen zu sehen. Ab gesehen davon kam man sich im jeep, in der Einsamkeit und auch den steinigen pfaden vor wie Indiana Jones. Auch wegen meines neu erstanden Hutes (schmunzelt nur, bald tragen das alles so!!!).

Spaeter kamen wir dann auch noch an verschiedenen lagunen mit haufenweise Falmingos vorbei. Wieder einmal: tolle Foto-Motive. Die Seen, eingerahmt von den Bergen, die Flaminogs und das aufziehend Gewitter....

Gut, das Gewitter war nicht so der Brueller sondern eher fruchteinfloessend, im endeffekt hats uns dann aber nicht erwischt, sodass wir nach dem mittagessen an einer Lagune und einer wahnsinnig beeindruckenden Landschaft aus Steinformationen (und dem eher lahmen "Friedhof der Zuege" gegen 6 wieder in Uyuni eintrafen). Da wurde dann noch ehktisch nach Weiterfahrmoeglichkeiten fuer alle Beteiligten gesucht, aber auch das war dann im Endeffekt erfolgreich, sodass Daniel und ich um 8 wieder nach La Paz (wieder ueber die Hoellenpiste) aufbrechen konnte, und Caro sich einer Reisegruppe nach Tupiza anschloss.

 

Heute hab ich zum Glueck nochmal frei, also kann nach herzenslust gechillt werden. Trotz allem freu ich mich wieder auf die Arbeit, der groesste Stress ist jetzt erstaml wieder um.

 

Ich hoffe von euch allen bald zu hoeren!

Michael

24.2.09 17:58

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