21.07.09.: Brumm, Brumm, der Partybus geht um!

Zu Anfang eine Warnung:

Ihrjenigen, die ihr meine engere Familie bildet, und auch du, geliebte Isabel - kurz, ihrjenigen, die ihr wisst, dass ich euch was folgt lieber direkt erzaehlen moechte, wenn ich zurueckkehre, seid gewarnt! Solltet ihr folgenden Artikel vor meiner muendlichen Ueberlieferung lesen, so werde ich es wissen, denn mit dem Betrachten des letzten Wortes werdet ihr augenblicklich blind werden!!!

...probierts aus wenn ihr euch traut...

 

Dem Rest von euch lustigen kleinen Mohikanern moechte ich voellig straffrei von meiner letzten Reise durch die unedlichen Weiten Suedamerikas berichten: Vom 13.07. bis morgen, dem 22.07.09. war und bin ich von La Paz, ueber Tarija, Villa Montes, Asunción, Ciudad del Este nach Foz do Iguaçu und Puerto Iguazu unterwegs gewesen und war dabei (natuerlich) in Bolvien, aber auch in Paraguay, Brasilien und Argentinien. Lauscht nun ein letztes Mal!

 

NAch diversem Hin- und Herschieben und Ueberlegen, welches Transportmittel wir wohl bemuehen sollten, hatten meine designierte reisepartnerin Linda und ich uns entschieden, die reise mit einem recht preiswerten Flug nach tarija im Sueden Boliviens zu erledigen, und den Rest dann stueckweise je nach Laune, Zeit und geld mit dem Bus zu erledigen. Die Vorfreude war gross, die Vorbereitungen stilecht eher klein und die ueberraschung dann schlussendlich wieder riesig, als mir Linda 3 Stunden vor Abflug den Hinweis zukommen lies, sie koenne leider aufgrund hinterhaeltiger Magenkraempfe leider nicht mitkommen. Scheisse.

 

Scheisse fuer mich, da ich enscheiden musste, ob ich mich auch alleine trau und ueberhaupt Lust habe, die Reise zu machen. Scheisse vor allem fuer sei, die immer wieder die verschiedensten reiseplaene ausfallen lassen musste. Deswegen hier mein opffizielles Statement um Lindas Schmerz zu lindern: Die Reise war scheisse, du hast nichts verpasst und solltest dich freuen, zu hause gewesen zu sein!!!

 Ausserdem solltest du die Lektuere des Berichtes hier beenden, sonst wirst du wie die oben erwaehnten blind!

 

Dem langsam schrumpfenden Rest kann ich dann jetzt erzaehlen, dass ich sehr wohl alleine los bin, und auch recht locker (war ja nur n Flug...) in Tarija angekommen bin, obwohl ich anscheinend das ganze Flugzeug in grund und Boden geschnarcht hab, bin sogar selbst einige Male davon erwacht...

Dort hab ich dann erstmal 'nen geruhsamen tag verbracht... Was ich so richtig tun sollte, wusste ich natuerlich nicht, tarija war ja nur als Uebergangsort gedacht. Da ich den naechsten Bus (mit Wechsel in Villamontes nach Asunción/Paraguay) erst abneds nehmen konnte, hatte ich also ordentlich Zeit. Zeit, bisschen durch die Stadt zu wandern, sie als nett, aber recht langweilig zu befinden, eine Pizza zu essen, mit der Kellnerin zu schaekern (vor allem, weil ich ja vorher schon 5 Stunden am Stueck - also die laengste wache Zeit meines Lebens - stumm gewesen bin) und rauszufinden, dass man die beruehmten Weingebiete der Region locker mit dem Bus erreichen kann, ohne den abendlichern Reisebus zu verpassen. Gesagt, getan!

War dann im Endeffekt auch nicht so spannend, vor allem, da mir als absolutem Nicht-Weintrinker eine Weinprobe dann doch zu bloed war. Stattdessen bin ich dann (begleitet von einige recht bloeden Blicken der ortsansaessig Rumwerkelnden) hinaus in die landschaft gewanmdert, in der Hoffnung einen ansprechenden Berg zu finden, der eventuell Ausblick ueber die Weingueter bietet. Hab ihn gefunden, bestiegen, den Ausblick entsprechend gewuerdigt - und bin wider runter, zurueck, und in den Bus.

Man merkt vielleicht: Dieser erste tag war vom Sehenswuerdigkeiten-Auflauf her eher gering. und ich muss dahingehend asuch weiter enttaeuschen: Bis auf Iguazu seolbst war in die Richtung auch sonst wenig los. Trotzdem (Linda, wenn du bis jetzt nicht aufgehoert hast zu lesen, bist du selber schuld) war di rteise auf jeden Fall super. Ich hab eben viel Zeit gehabt, einfach ganz ruhig in den verschiedenen Staedten rum zu laufen, suedamerikanisches Alltagsleben nochmal anders in La Paz kennen zu lernen, auch die verschiedenen Akzente zu hoeren und mal zu gucken, wie ich so auf mich alleine gestellt voran komme.

 

Zu dem Punkt wuerde man spaetestens nach Villamontes erstmal denken, schade, wohl eher nicht so gut. Stimmt aber gar nicht, ich war sehr zufrieden mit mir. Den eigentlich "bombesicheren" (Danke nochmal, Flecha-Bus...) Umsteigebus nach Asunción hab ich dann aber erstmal dicke verpasst, statt um 02.00 morgens waren wir einfach mal um halb 6 in Villamontes, und - wie war es anders zu erwarten - der naechste Bus ging dann naechste Nacht um 2. fett. Dafuer konnte ich nicht viel, der Bus nach Villamontes musste einfach auf halber Strecke drei Stuinden lang repariert werden. Langweilig wurde uns dabei trotzdem nicht - ein ausgesprochen liebenswertes kleines geschoepf Satans hielt uns mit der andauernden 4 Billionen Dezibel bekundung auf Trab, dass im ein Schluck Soda zur Erfrischung doch mehr als gelegen kaeme. Die Mutter, die ganz ruhig danebensass, und hin und wieder ein "Halt die Klappe" oder ein "Soda is aus, also Schnauze" einwarf, kam zwar nicht auf die Idee, mit dem Kind auszusteigen, um unsere Ruhe um immerhin 0 Uhr zu gewaehrleisten, entschied sich aber - ganz im Stile einer sicheren Erzieherin - dem kind nach zu geben, und sich Soda von anderen Fahrgaesten zu erbetteln. Das Kind dankte herzlich und forderte fortan mit hoerbar gestaerktem Selbstvertrauen Pipocas - Popcorn. Hallelujah!

 

Naja, wie dem auch sei, irgendwann war ich dann - voellig verschlafen - in Villamontes, und suchte nach Don Flores, der, wie man mir in Tarija verischert habe, am terminal auf mich warten und mich in den naechsten Bus setzen wollte. Das dem nicht so war, ueberraschte mich eigentlich kaum. Ich begab mich also zu seinem Haus (man hatte mir geraten, so vorzugehen) und wurde dort freundlich, aber doch etwas ueberrascht aufgenommen. Man hatte wohl erwartet, ich waere laengst auf dem Weg gemeuchelt worden. Trotzdem bat mich eine bucklige Alte, doch im Wartezimmer der Busgesellschaft - im gleichen haus - Platz zu nehmen, der naechste Bus fuehre in 18 Stunden. Ich tippte darauf, in dem waberigen Villamontes-Akzent (war echt waberig) die Worte:"Ich komme sofort wieder und erklaere weiteres" verpasst zu haben, und lies mich nieder. Gut eine halbe Stunde spaeter stand ich dann mal auf, um die immer wieder geschaeftig an meinem Wartezimmer vorbeihuschende Alte mal zu fragen, was so abgehe. Sie erwiderte, ich solle es mir ruhig gemuetlich machen. Da das Haus die Aufsachrift "Pension Camiri" trug, wagte ich nach etwaigen betten zu fragten. Sie zeigte sich einsichtig, und wies auf eine alte, von einem schwarzen Hund besetze Matratze im selben raum, auf der ich mich sorglos austrecken koenne.

Ich sagte, ich kehre des nachst zurueck, wo den bitte das naechste Hotel sei? Dort angekommen (selten 25 Bolis fuer weniger ausgegeben) lies ich mich erstmal auf dem versifften bett nieder um einige Stunden zu schlafen, und dann meinen typischen einsamen, aber seltsam befriedigenden Reisebeschaeftigungen ach zu gehen. Stadterkunden, Plaza sitzen, Schnitzel essen, leute fragen, angesprochenen Mirador (Aussichtspunkt) suchen und finden. Stellte sich zwar als eine Motocross-Rennbahn heraus, die nur "Zum Mirador" hiess, aber ein huegel war in der naehe, also hiess es nichts wie rauf. Da dann die Aussicht gewuerdigt, einige weltbewegende Probleme gewaelzt und sich langsam zum Abstieg aufgemacht. Auf dem weg zum hostal noch nen Wecker gekauft (hat insgesamt nach dem vorfuehren noch genau einmal funktioniert, aber das immer hin zum richtigen Zeitpunkt), mich hingelegt, aufgestanden, in den Bus gestiegen.

Der Bus war nicht nur nicht der, den ich gebucht hatte (egal, Hauptsache weg hier!) oder hatte nur kein Platz fuer mein gepaeck, sodass mein rucksack im gang rumlag(weg, weg, weg!) sondern war auch noch arsch-eng. Naja, immerhin weg. Ging dann auch spaetestens nach ueberqueren der bolivianischen grenze, als meine Nebensitzerin den Bus verlies, und ich deutlich mehr Freiraum hatte. Lustig nur, dass sie (wie viele andere) im Niemandsland ausstieg, denn zwischen dem Ausreisen aus Bolivien und dem Einreisen nach Paraguasy liegt etwa eine Stunde Busfahrt. Warum auch nicht.

Achja, lustiger Zusatzfakt: Die bolivianische Grenzstadt heisst ernsthaft Ibibobo.

 

Nach recht langer (16 Stunden oder so) und staubiger (ca. ein Kubik-Meter ueber meinen rucksack und die klamotten verteilt) Busfahrt war ich dann in asuncion angelangt, wo ich dann doch tatsaechlich ueber Internet noch einen Treffpunkt mit Sebi und Samu in deren Hotel herausfand und mich mit dem taxi (zu irrwitzigen preisen) direkt dorthin begab. Die beiden waren schon vor mir losgereist und auf anderen, wenn auch aehnlich verschlungenen Pfaden in paraguays Hauptstadt gelangt. Leider wasr in deren Hotel kein  platz mehr, wie mir die aeltliche Besitzerin in furchtbaren paraguayanischem Akzent (der ist echt schrecklich, es gibt weder Konsonanten noch leerzeichen, und auch an Abwechslungsreichen Satzmelodien wird gespart...) klarmachte, so dass ich um die Ecke ins Hotel ihrer Tochter umzog. Als ich beim verlassen ihres hostals zu ihr noch sagte, ich wuerde in einigen Minuten zurueckkomen um noch kurz mit dem jungs zu quatschen (es war etwa halb zehn) sagte sie im liebevollsten Ton : "Ja ja, morgen kommst du zurueck, schlaf gut!" und schlug mir die Tuer vor der Nase zu.

 

Also kam ich am naechsten tag zurueck, um zu hoeren, die Buben schliefen noch. War ja auch erst 11. :D

Also hab ich mich erstmal auf den Weg gemacht, die Stadt allein zu erkunden. War ganz nett, nach ner Stunde war ich fertig, den man muss wiederrum ehrlich eingestehen: Asuncion bietet nicht viel. Fuer fast zwei Millionen Bewohner im Grossraum und damit mehr als einem Viertel der Gesamt-Bevoelkerung Paraguays eher sogar enttaeuschend wenig. Trotzdem, die Regierungsgebaeude circa 10 meter vom Armenviertel, so dass Schweine gegenueber des regierungspalastes den rasen unsicher machen waren recht interessant, der blick auf den Rio paraguay schoen und die plaz sowie der pantheon de los héroes auch cool. Insgesamt glaenzt Asuncion vor allem aber mit riesigen Einkaufszentren, die sicherlich vom Preis-Leistungsverhaeltnis her lohnend gewesen waeren, fuer die ich aber in meinem spaerlichen Reisebudget nichts uebrig hatte. Ni modo...

Als ich dann die Jungs endlich aus dem Bett hatte, und sich uns noch ein 35-Jaehriger Ungar angeschlossen hatte, der normalerweise in Dublin kellnert, das Geld fuer seine ausgiebigen Weltreisen jedoch vom Verkauf zweier selbstgegruendeter Firmen bezieht und seine lebensgestaltung damit begruendet, dass er junge Damen begatten moechte (hat er gesagt, nicht ich) sind wir dann erstmal Essen gegangen. nd zwar im Supermarkt, am Buffet, mit Kilopreisen fuers Essen. :D. Nachdem Sebi und ich unser (recht preiswertes) Kilo Huhn mit allem verschlungen hatten, entschieden wir uns mit Samu (der ungar wollte zur abendlichen party wieder zu den beiden stossen) Zur Expo zu fahren.

ja, auch ich war zuerst aufgeregt. EXPO waer natuerlich echt geil gewesen, aber auch als (relativschnell) klar wurde, was eigentlich vorher schon klar war, naemlich dass es 'ne nationale messe und nicht die Weltaustellung war, wars immer noch recht interessaant und nach 2 Tagen Schweigegeluebde auf jeden fall auch lkustig, sodass ich abends recht guten Mutes in den Bus nach Ciudad del Este, der paraguayanischen Grenzstadt im Drei-Laender-Eck Paraguay, Brasilien und Argentinien, wo ich am naechsten moregn um ca. 5 ankam, nicht ohne mich auf dem weg mehr oder weniger mit zwei Ecuadorianern und nem Englaender zu verbuenden. Die fuhren dann aber bald wieter nach Foz do Iguaçu in Brasilien, welches ich als Basislager eingetlich meiden wollte, a) weils teurer sein soll als Puerto iguazu und b) weils logischerweise nicht spanischsprachig war, sowie ich logischweise nicht portugisischsdprachig bin, wir beide also eher schlecht zusammenpassten.

Deswegen machte ich mich ca. 2 Stunden nach Ankunft direkt weiter auf, um im Lokalbus Puerto Iguazu ueberraschend problemlos zu erreichen - mit dem Einreisebedingungen hatte ich mir deutlich komplizierteres ausgemalt. Dort angekommen hab mich mir dann erstmal das vom Ungarn empfohlene Hostal genommen (gut ausgestattet, fuer Argentinien billig und insgesamt sauber, dafuer aber Schlafraeume die man mit 5 anderen teilt), mich geduscht, und bin dann los, um (diesmal wie vom reisefuehrer empfohlen) am ersten Wasserfalltag die brasilianische Seite des Spasses unsicher zu machen.

 

Dort angekommen, traf ich dann auch direkt wieder meinen englsichen Bsufreund Harry wieder, der die beiden Ecuadorianer jedoch im hochinteressanten (gaehn) Öko-Zentrum des Nationalparks verloren hatte, und sich so mit mir auf den weg machte, die Faelle zu bespechten.

Der erste tag laesst sich recht kurz zusammen fassen - die Wasserfaelle beschreib ich einfach mal beim zweiten- ich war etwas enttaeuscht. Das wetter war bewoelkt, das Wasser braun und die Faelle zwar nett, aber sehr weit weg. Erst als wir am Schluss des rundwegs etwas naeher kamen, fand ich etwas Freude an der Sache, aber insgesamt sah ich meine 8zu gegebenermasen hohen) Erwartungen nicht erfuellt. Da auch Harry und die beiden Ecuadorianer, die wir dann doch wiedertrafen zuegig weiterwollten, war ich auch nicht besonders lange im Park, sondern kaufte (wieder allein und in Argentinien) mir fuer den naechsten tag Haeppchen ein. Und glaubt mir, um ein einfaches Schinken- bzw. Salamibroetchen oder 'ne tafel Schokolade so schaetzen zu koenne, wie ich es tat, muss man wohl ein Jahr lang Chuño und Pansa als die Krone der haute Cuisine verkauft bekommen haben.  

Bei meinem eigentlichen Abendmahl im (ausserordentlich feinen, aber trotzdem preiswerten) restaurant ganz in der naehe des Hostals bin ich mir aber nicht so sicher. Nach aktuellem Stand bin ich der Ansicht, dass das Pfeffersteak mit gratin, dass ich mir da gegoennt habe, wohl mit das leckerste war, was ich in meinem ganzen leben gegessen habe. Fleischmaessig hat mans in Argentinien echt drauf, und selbst das Bier (Quilmes) schmeckt sehr ordentlich. Ich war sogar drauf und dran zu sagen, die Reise habe sich nur fuer dieses Mahl schon gelohnt.

 

Am naechsten tag wurde ich eines besseren belehrt. Ich war im argentinischen (leicht teureren, da groesseren)  mit einem Hollaender, 4 Briten und einem Britisch-Suedafrikanischen Malteser (fragt nicht nach, ich habs nicht gerallt) unterwegs, und zuerstmal wars mit denen auf jeden Fall witzig (und aufbauend: mein Englisch funktioniert ueberraschend gut, aber mein Spanisch ist besser) und vor allem stimmte wir ueberein: Die faelle sind der Wahnsinn.

Die Tour durch den legten wir so an, dass das highlight, die "Garganta del diablo" - der "Teufelsschlund" als highlight am Schluss lag. Also gings zuerst mal ueber den unteren und oberen Rundgang und zur Isla San Martin, und immer wieder sehr na ran an die verschiedene Faelle. Das war schon bei schlechterem Wetter toll, aber als dann im oberen Rundgang die Sonne rauskam, und das Wasser statt dreckig-braun ganz weiss wirkte und die gischt von regenbogen ueberzogen war, wars einfach wunderschoen. Undterbnrochen wurde unsere (immer erstauntere und beeindruckteere) Wanderung nicht nur von ca. Pi-Tausend Fotos aus doppelt sovielen verschiedenen Winkeln  sondern auch von einer (nicht ganz billigen, aber unbedingt notwenigen) Bootsfahrt unterbrochen. Dabei wurden wir gegen die Stroemung des Flusses mit dem motorboot zuerst zum Fotografieren an die faelle rangefahren, und dann (ganz Pauschaltouristen... :D) fett in die faelle reingefahren. Selten so nass gewesen.

Der Hoehpunkt rueckte dann unaufhaltsam naeher. nachdem wir den oberen Rungang beendet hatten, und von den kleineren faellen im Sonnenlicht schon hellauf begeistert waren, begaben wir usn mit dem parkeigenen Zug und ca. 4 millionen anderen (gestreckten regenschirmen folgenden Gruppen-) Touris zur garganta del diablod, die man von einer Plattform mitten auf dem Fluss von oben super beobachten konnte.

Wieder mal wurde klar: Leute, die sagen, sie gucken sich was nicht an weils "zu touristisch ist" sind selber schuld. Klar, das Gedraenge war riesengross, aber das mit recht. Der Ausblick wasr Wahnsinn, vor allem nach dem der grosse Schwung der Touristen wieder weg, und bevor die naechsten gruppen gekommen waren (fragt sich, warum die sich nicht mehr Zeit nehmen...Deppen) aus drei Richtungen stuerzt das Wasser hier scdheinbar ewig tief die Klippe runter, kracht auf dem Weg zusammen, spritzt, gischtet und macht Mordskrawall. Unvorstellbar, dass das jetzt schon seit hunderten von Jahren so gehen muss. Der Fluss darunter war natuerlich voellig aufgewuehlt, und beim Blick auf den umgebenden Regenwald, die Wassermassen und die Nebelschwaden ueber dem unteren Flussteil liessen einen jeden Moment ein tollkuehenes Piratenschiff da unten erwarten. Und selbst nach einer Stunde ununterbrochenem auf die Wasserfaelle stieren, war mir noch ueberhaupt nicht danach, schon zu gehen -  das war sicher eines der Erlebnisse, an die ich mich noch ewig erinnern werde.

 

Zurueck in Iguazu entschied ich dann, erst am naechsten tag ueber Ciudad del Este nach Santa Cruz zu fahren (da es dorthin im Gegensatz zu Tarija direkte Buss gab) um die Nadch tnochmal im Hostal zu verbringen und Kraefte fuer den dann schellstmoeglichen Weg nach La Paz zu sammeln.

Also gings mit den Zimmermitbewohnern (besagte Hollaneder, briten und wasweissichwas) zum All-you-can-eat Grillspass in einem anderen Hostal (nicht so gut wie tags zuvor, aber anstaendig und billiger) mit anschliessender Sambashow (hundertprozent laecherlich und langweilig, es wurde weniger getanzt denn Slapstick-Lap-Dances aufgefuehrt...). Am naechsten Tag gings dann frueh mit dem Lokalbus nach Ciudad del Este, von da direkt (ueber Asuncion, aber ohne Bus-Wechsel) nach Santa Cruz, und von da...

...ueber die Strasse zum naechstbesten schaebigen Hostal. Den erhofften Bus nach la Paz hatte ich um schicken 10 minuten verpasst. So haeng ich also heute hier rum, in eienr Stadt die ich schon beim letzten mal fuer eher langweilig befunden hatte, und in der zwischenzeit nur erhoehte Schweinegrippe-Gefahr hinzugewonnen hat. Naja, in 2 Stunden gehts dann endlich nach haus, von wo ich dann 5 tage spaeter nach hause fliege. Klingt komisch und fuehlt sich auch so an. Aber den herzschmerz-Abschieds-Artikel schreibt ich noch...

Auf jeden fall konnte ich aus der reise wertvolle Kenntnisse mitnehmen:

1. Argentinien ist ein lohnendes Ziel. Die Menschen sind nett, und nciht so arrogant wie ich aus bisherigen Begegnungen (vorschnell) schloss.

2. Paraguay ist kein lohnendes Ziel. Asunción ist langweilig und der Rest des Landes anscheinend nicht bewohnt. und wenn man von Bolivien reinfaehrt, dann passiert landschaftlich ungefaehr dass, wie in einem alten, alten film, wo im hintergrund eine tapete immer wieder abgerollt wird, wenn die Darsteller im Auto sitzen. Dafuer wird man aber alle 5 Meter hrinlos auf irgendwas konbtrolliert.

3. Ich kann tatsaechlich tagelang existieren, ohn gross irgendwelchen unsinn zu brabbeln.

4. Es hat mir sogar Spass gemacht, so dass ich sagen wuerde, die reise hat sich sehr gelohnt. einmal, um nochmal ordentlich was ueber mich raus zu finden, und zum anderen, da die Wasserfaelle allein die ewige Strecke wert waren.

5. Seltsame beleuchtete bilder von Wasserfaellen beim Chinesen stellen die hypnotische Wirkung der Dinger in echt und riesig erstaunlich gut dar.

Sei Hoffnung in euren Seelen, auch wenn der, den ihr in sicherere Entfernung waehntet bald erneut einkehrt um der Ruhe ein Ende zu bereiten.

Konfuzius

 

21.7.09 20:54

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